Antidepressive Wirkung von MCH und seine Wirkungsfähigkeit in der Medizin


Die Hormone im Hypothalamus können entweder die Nahrungsaufnahme stimulieren oder vermindern. MCH regt die Nahrungsaufnahme an, deshalb zählt es zu den orexierenden Hormonen. MCH wird im lateralen Hypothalamus produziert.

Tierversuche an Mäuse zeigten, dass Mäuse die MCH nicht hatten, zur Magersucht neigten und abmagerten. Die Forscher fanden heraus, dass durch eine Bindung von MCH und einem G Protein gekoppelten Rezeptor, für Gewichtsverlust sorgte.

Der Nachteil war, dass MCH zu Schlafstörungen führte, sowie die Gemüts- und Stimmungslage verändern konnte. Der Vorteil von MCH, als Gewichtsabnahmemedikament war, dass die Wirkung über längere Konsumzeit nicht nachlässt. Laut dem Test wurden die Testtiere mit MCH-Rezeptor-Antagonisten (Protein, welches die Rezeptoren für MCH im Körper blockiert) ca. 26g weniger schwer als die Kontrolltiere ohne MCH-Rezeptor-Antagonisten.

In weiteren Versuchen wurde der MCH-Rezeptor-Antagonisten auf ihre antidepressiven und anxyiolytischen (bedeutet Angstauflösend) Wirkungen getestet. Die angstauflösende Wirkung war etwa gleich stark wie das Antidepressiva Fluoxetin, also sehr stark, gewirkt. Ob MCH ein Suchtverhalten auslösen kann, ist bis jetzt noch unbekannt. Auch ob der Wirkstoff bei Menschen gleich stark wirkt, wie bei Ratten, ist noch unklar. Sowohl auch die Konsequenzen für den Stoffwechsel und Hormonhaushalt. Auch die Erforschung der psychischen Auswirkungen wird noch einiges an Zeit in Anspruch nehmen.


MCH Auswirkungen während des REM Schlafes

Hypothalamus