Die REM- (rapid eye movement) Phase ist die Schlafphase, welche nach dem Tiefschlaf beginnt. In der REM-Schlafphase fährt der Körper einige wichtige Funktionen wieder hoch, wie zum Beispiel Atmung, Puls und Blutdruck. Auch die Hirnaktivität ist im REM-Schlaf gesteigert, deshalb ist der Kalorienverbrauch in der REM-Schlafphase fast genauso hoch wie im Wachzustand. Bisher war es ungeklärt, weshalb die Dauer des REM-Schlafes zunimmt, wenn die Temperatur angenehm ist.
Während dem Schlafen wechseln wir die Schlafphasen immer wieder. Beim Einschlafen sind wir in der Tiefschlafphase. Während der Tiefschlafphase ist die Atmung langsam und regelmässig und Gehirnaktivität ist kaum zu sehen.
Nach ca. 90 Minuten wechselt der Körper meistens in die REM-Schlafphase, in der die Gehirnaktivität besonders hoch ist. Die Gliedmassen zucken und die Atmung wird schnell und unregelmässig. Die Augen wie im Namen erwähnt, bewegen sich sehr schnell, ausserdem träumen wir in der REM-Schlafphase. Wir sind aber unfähig in der REM-Schlafphase unsere Körpertemperatur zu regulieren.
Dass der Körper in der REM-Phase nicht fähig ist, die Körpertemperatur zu regulieren, ist ein Rätsel, denn der Mensch kann die Körpertemperatur selbst regulieren, wenn er im Tiefschlaf ist.
Den Körper gegen variable Aussentemperaturen zu verteidigen, ist eines der energieaufwendigsten Verfahren. Die Hypothese von Forschern war, dass die Energie, welches zum Heizen des Körpers benötigt wird, nicht mehr nötig ist und man diese Energie für die wichtige Gehirnfunktionen benutzt wird. So wird der REM Schlaf gesteigert, wenn der Körper weniger oder gar nicht mehr heizen muss und die REM-Schlafphase wird gesenkt, wenn der Körper zu kalt ist. Dies führt zu einer niedrigeren Energienutzung im Schlaf.
Die Forscher sagten, dass der Mensch Mechanismen besitzt, die dem REM-Schlafphase je nach Temperatur anpassen.
Nun konnte das bewiesen werden.
Im Zwischenhirn (Diencephalon) im Hypothalamus spielt das Hormon MCH eine grosse Rolle beim Auftreten des REM-Schlafes. MCH steuert das Auftreten des REM-Schlafes im Zusammenhang mit der Raumtemperatur. Es wurde anhand von Versuchen an Mäusen bewiesen, dass das MCH-System benötigt wird, um den REM-Schlafphase zu steigern, wenn die Temperatur ausreichend hoch ist.