MCH erhöht die Nahrungsaufnahme und das Körpergewicht in Wistar und Sprague-Dawley Ratten (Rattenart).
Die Auswirkung von MCH-Rezeptoren-Antagonisten auf die Nahrungsaufnahme wurde von Forschern getestet. Die Ergebnisse der Forschung waren eindeutig. Die Wirkungen der MCH-Rezeptoren-Antagonisten zeigten positive Resultate gegen Fettleibigkeit, Depressionen und Nervosität.
Der Hypothalamus spielt eine zentrale Rolle bei der Regulierung der Homöostase und Körpergewicht.
Um neue hypothalamische Peptide zu finden, welche bei der Regulierung des Körpergewichtes beteiligt sind, wurde die "Differential Display Polymerase Chainreaktion" benutzt, um verschiedene RNA-Übermittler, welche im Hypothalamus von Mäusen verschieden wirken können. Dort sah man, dass eine mRNA , welche besonders in dem Hypothalamus von Mäusen ausgeprägt ist, die Neuropeptid MCH ist. Das Fasten erhöhte die Ausschüttung von MCH in normal- und übergewichtigen Tiere.
Neuronen , welche MCH-Rezeptoren besitzen, findet man in der zona incerta und in dem lateralen Hypothalamus . Diese Areale sind beteiligt an der Regulierung des Nahrungaufnahmeverhaltens. Um zu bestimmen, ob MCH bei der Regulierung der Nahrungsaufnahme beteiligt ist, wurde MCH in die lateralen Ventrikeln von Ratten injiziert und man fand heraus, dass dies die Nahrungsaufnahme erhöht. Diese Entdeckungen deuten darauf hin, dass MCH an der hypothalamischen Regulierung des Körpergewichtes teilnimmt.
Wenn man eine hohe Dosis MCH (≥5 µg/ Ratte) ins ventrikulare System direkt injiziert, wurde die Nahrungsaufnahme stimuliert. Eine weniger hohe Dosis von MCH (0.5 µg pro Ratte) konnte auch eine erhöhte Nahrungsaufnahme auslösen, wenn sie direkt in den paraventrikularen Nucleus injizierte. Im Hypothalamus von fastenden Ratten ist die Konzentration von MCH erhöht.
Wenn bei Mäusen weniger MCH produziert wird, wird die Maus schlank und wenn zu viel MCH in der Hypothalamus produziert wird, führt es zu Fettleibigkeit und zu einer erhöhten Nahrungsaufnahme. Diese Beobachtungen deuten darauf hin, dass das endogen MCH im Gehirn den Appetit erhöht.
Wiederholte Injektionen von MCH in den ersten Tagen führen zu einer erhöhten Nahrungsaufnahme ohne eine Veränderung des Körpergewichts.